{"id":288,"date":"2022-12-29T23:42:51","date_gmt":"2022-12-29T22:42:51","guid":{"rendered":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/?page_id=288"},"modified":"2022-12-29T23:42:52","modified_gmt":"2022-12-29T22:42:52","slug":"schaetze-der-leopoldstadt-2-die-kauffmann-orgel-der-evangelischen-kirche-a-b-am-tabor","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/schaetze-der-leopoldstadt-2-die-kauffmann-orgel-der-evangelischen-kirche-a-b-am-tabor\/","title":{"rendered":"Sch\u00e4tze der Leopoldstadt 2: Die Kauffmann-Orgel der Evangelischen Kirche A.B. Am Tabor"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Im Rahmen der <strong>Digitalprojekte &#8222;Sch\u00e4tze der Leopoldstadt&#8220;<\/strong> stellen wir hier die <strong>Kauffmann-Orgel der Evangelischen Kirche A.B. Am Tabor<\/strong> vor:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die im Pfarrgebiet Wien-Leopoldstadt und Brigittenau gelegene evangelisch-lutherische Verkl\u00e4rungskirche wurde gemeinsam mit dem angrenzenden Pfarrhaus von den Architekten Sigfried Theiss und Hans Jaksch entworfen und nach einer etwa vierzehnj\u00e4hrigen Bauzeit im Jahr 1926 schlie\u00dflich er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Orgel der Verkl\u00e4rungskirche wurde vom Wiener Orgelbauer Johann Marcellinus Kauffmann (1910 \u2013 1965) erbaut und im Jahr 1962 fertiggestellt. Die Orgelbaufirma wurde bereits zwei Generationen vor Johann Marcellinus von dessen Gro\u00dfvater Johann Marcell gegr\u00fcndet und baute vorwiegend Orgeln f\u00fcr den Raum rund um Wien (darunter auch die fr\u00fchere \u201eRiesen-Orgel\u201c des Wiener Stephansdoms zwischen 1956 und 1960).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/grafik.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-289\" width=\"669\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/grafik.png 813w, https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/grafik-300x225.png 300w, https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/grafik-768x576.png 768w\" sizes=\"(max-width: 669px) 100vw, 669px\" \/><figcaption>Orgelmanual (Bildquelle: https:\/\/www.amtabor-evang.at\/open-house)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Das Instrument der Verkl\u00e4rungskirche verf\u00fcgt \u00fcber zwei jeweils aus 56 Tasten bestehende Manuale (Hauptwerk und Schwellwerk) und einer 30-t\u00f6nigen Pedalklaviatur (\u201ePedal\u201c). Jedes der drei Werke besitzt eigene <strong>Register<\/strong>, worunter man Pfeifenreihen aus Holz bzw. Metall diverser Bauarten versteht. Die Gesamtauflistung aller Register inklusive Angaben zur Manualverteilung sowie weiterer technischer Details einer Orgel wird auch <strong>Disposition<\/strong> genannt. Diese setzt sich bei der 27-registrigen Kauffmann-Orgel aus jeweils acht Register f\u00fcr Haupt- und Schwellwerk sowie aus elf Register f\u00fcr das Pedal zusammen. Die Pfeifen des zweiten Manuals stehen in einem Schwellkasten. Durch das Bet\u00e4tigen des Schwelltrittes mit dem Fu\u00df werden die Jalousien des Schwellkasten ge\u00f6ffnet bzw. geschlossen wodurch die Lautst\u00e4rke zu- bzw. abnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Verschiedene Registerkombinationen k\u00f6nnen per Knopfdruck anhand von <strong>Spielhilfen<\/strong> abgerufen werden. Diese Kombinationen in Form von Kn\u00f6pfen befinden sich unterhalb des ersten Manuals und k\u00f6nnen in der Praxis sogar w\u00e4hrend des Spielens mit dem Daumen bet\u00e4tigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Erw\u00e4hnenswert ist au\u00dferdem die elektro-pneumatische <strong>Traktur<\/strong> dieser Kauffmann-Orgel.\u00a0Unter Traktur versteht man die Verbindung zwischen Taste und Spielventil \u2013 diese kann mechanisch, pneumatisch oder elektrisch erfolgen. Nachdem um 1900 die mechanische gro\u00dfteils durch die pneumatische Traktur abgel\u00f6st worden war, wurde letztere ca. ein halbes Jahrhundert sp\u00e4ter weiter \u00fcberholt. Durch das Hinzuf\u00fcgen elektrischer Elemente kam es zu keinen Versp\u00e4tungen mehr zwischen Tastendruck und Pfeifenansprache.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der \u201eOrgelbewegung\u201c um 1960 kehrte man zur\u00fcck zur mechanischen Traktur und die (elektro-) pneumatische Traktur gilt mittlerweile als Geschichte. Dennoch z\u00e4hlt die Kauffmann-Orgel der evangelisch-lutherischen Verkl\u00e4rungskirche in Wien-Leopoldstadt als ein Denkmal einer Wiener Orgelbautradition des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Textverfasser: MMag. Stefan Donner, Dez. 2022 &#8211; Organist\/Pianist &#8211; <a rel=\"noreferrer noopener\" class=\"\" href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/3izQ0BDoWzY\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.stefandonner.org\" target=\"_blank\">www.stefandonner.org<\/a> &#8211; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/ko1MdMtC39k\/dereferrer\/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fuser%2Fmystefan87\" target=\"_blank\">https:\/\/www.youtube.com\/user\/mystefan87<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Digitalprojekte &#8222;Sch\u00e4tze der Leopoldstadt&#8220; stellen wir hier die Kauffmann-Orgel der Evangelischen Kirche A.B. Am Tabor vor: Die im Pfarrgebiet Wien-Leopoldstadt und Brigittenau gelegene evangelisch-lutherische Verkl\u00e4rungskirche wurde gemeinsam mit dem angrenzenden Pfarrhaus von den Architekten Sigfried Theiss und Hans Jaksch entworfen und nach einer etwa vierzehnj\u00e4hrigen Bauzeit im Jahr 1926 schlie\u00dflich er\u00f6ffnet. Die&hellip;&nbsp;<a href=\"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/schaetze-der-leopoldstadt-2-die-kauffmann-orgel-der-evangelischen-kirche-a-b-am-tabor\/\" rel=\"bookmark\">Weiterlesen &raquo;<span class=\"screen-reader-text\">Sch\u00e4tze der Leopoldstadt 2: Die Kauffmann-Orgel der Evangelischen Kirche A.B. Am Tabor<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"neve_meta_sidebar":"full-width","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"on","neve_meta_content_width":100,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","footnotes":""},"class_list":["post-288","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/288","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=288"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/288\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":290,"href":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/288\/revisions\/290"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}