{"id":467,"date":"2023-10-02T13:34:53","date_gmt":"2023-10-02T11:34:53","guid":{"rendered":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/?page_id=467"},"modified":"2023-10-02T13:48:23","modified_gmt":"2023-10-02T11:48:23","slug":"digitalprojekt-schaetze-der-leopoldstadt-1-koegler-orgel-der-katholischen-kirche-am-tabor","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/digitalprojekt-schaetze-der-leopoldstadt-1-koegler-orgel-der-katholischen-kirche-am-tabor\/","title":{"rendered":"Sch\u00e4tze der Leopoldstadt 1: Die K\u00f6gler-Orgel der Katholischen Kirche Am Tabor"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Digitalprojekt Sch\u00e4tze der Leopoldstadt 1 &#8211; K\u00f6gler-Orgel der Katholischen Kirche Am Tabor<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bereits w\u00e4hrend der Kriegsjahre war eine Notkirche in der Rueppgasse in Verwendung, die zum Fest der Auferstehung Christ im Jahr 1935 eingeweiht wurde. Diese \u201eNotgottesdienstst\u00e4tte\u201c wurde allerdings kurz vor Kriegsende g\u00e4nzlich zerst\u00f6rt und nach 1945 wieder aufgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1952 beauftragte man den Architekten Ladislaus Hruska mit dem Bau einer neuen Kirche \u2013 der heutigen r\u00f6misch-katholischen Pfarrkirche Auferstehung Christi in der Hochstettergasse. Da das Gotteshaus zwischen zwei mehrst\u00f6ckigen Wohnh\u00e4usern ohne<br>Fenster Platz finden sollte, entstanden zun\u00e4chst mehrere Entw\u00fcrfe bevor das Bauvorhaben schlie\u00dflich ab 1967 realisiert werden konnte. Einen eindrucksvollen Blickfang bietet auch die Ansicht der Gesamtfassade, die Erik Brauer im Jahr 1967 schuf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"623\" height=\"640\" src=\"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Orgel_KKAmTabor.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-469\" srcset=\"https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Orgel_KKAmTabor.jpg 623w, https:\/\/leopold-kultur.at\/page\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Orgel_KKAmTabor-292x300.jpg 292w\" sizes=\"(max-width: 623px) 100vw, 623px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die 19-registrige Orgel wurde von der damaligen O\u00d6 Orgelbauanstalt St. Florian\/K\u00f6gler (heute K\u00f6gler-Orgelbau) im Jahr 1980 gebaut und besteht aus zwei Manualen (jeweils 56 Tasten) sowie einer aus 30 Tasten bestehenden Pedalklaviatur. Sowohl die <strong>Spieltraktur<\/strong><br>(\u00dcbertragungssystem zwischen Taste und Spielventil in der Windlade) als auch die das Ein- und Ausschalten bewirkende <strong>Registertraktur<\/strong> sind rein mechanisch. Die <strong>Disposition<\/strong> einer Orgel zeigt den Aufbau, die Werkeinteilung, Traktur und Windsystem, u. a. werden dabei auch alle Register aufgelistet:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Hauptwerk (1. Manual)<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Brustwerk (2. Manual)<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Pedal<\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Principal 8\u2019<br>Spitzfl\u00f6te 8\u2019<br>Octave 4\u2019<br>Quinte 22\/3\u2019<br>Waldfl\u00f6te 2\u2019<br>Terz 13\/5\u2019<br>Mixtur V 2\u2019<br><em>Dulcian 8\u2019<\/em><br>Tremulant<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><em>Regal 16\u2019<\/em><br>Holzgedeckt 8\u2019<br>Rohrfl\u00f6te 4\u2019<br>Principal 2&#8242;<br>Siffl\u00f6te 11\/3\u2019<br>Cymbel 1\u2019<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Subbass 16\u2019<br>Holzoctave 8\u2019<br>Octave 4\u2019<br>Rauschpfeife 22\/3\u2019<br><em>Posaune 8\u2019<\/em><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Die K\u00f6gler-Orgel besteht aus drei Teilen: das Hauptwerk (in der Mitte etwas erh\u00f6ht), das Brustwerk (unter dem Hauptwerk) sowie das auf zwei T\u00fcrme rechts und links au\u00dfenstehende Pedalwerk. Jedes der drei <em>Zungenregister (Dulcian 8\u2019, Regal 16\u2019 und Posaune 8\u2019)<\/em> ist jeweils einem Werk zugeordnet. Im Gegensatz zu den Lippenpfeifen erfolgt die Tonerzeugung bei den Zungenpfeifen durch eine auf der Pfeife angebrachte schwingende Metallzunge.<br>Bemerkenswert sind die Doppelfaltt\u00fcren des <strong>Schwellkastens<\/strong>, welche durch das Bet\u00e4tigen des Schwelltritts mit dem rechten Fu\u00df bedient werden. Durch das \u00d6ffnen\/Schlie\u00dfen der Schwellt\u00fcren wird die Lautst\u00e4rke aller im Schwellkasten erklingenden Pfeifen beeinflusst. Zumeist findet man Schwellt\u00fcren in Form von Holzjalousien, welche durch das Bet\u00e4tigen des Schwelltritts vor allem ein kontinuierliches Crescendo bzw. Decrescendo aller im Schwellkasten erklingenden Pfeifen bewirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Instrument verf\u00fcgt auch \u00fcber drei <strong>Normalkoppeln<\/strong>, die per Registerzug bzw. per Fu\u00dftritt bedient werden k\u00f6nnen. Anhand von Koppeln k\u00f6nnen jeweils zwei Werke miteinander kombiniert werden (I\/II, I\/Pedal und II\/Pedal).<\/p>\n\n\n\n<p>Durch das Ziehen des <strong>Tremulanten<\/strong> werden periodische Windschwankungen erzeugt, wodurch der Pfeifenklang in der Tonh\u00f6he und St\u00e4rke beeinflusst wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die K\u00f6gler-Orgel verf\u00fcgt zwar \u00fcber keine <strong>Spielhilfen<\/strong> (Registerkombinationen, die per Knopfdruck abgerufen werden k\u00f6nnen), die \u00fcberschaubare Registeranzahl kann aber mit Hilfe einer Registrantin\/eines Registranten leicht bedient werden.<br>Die K\u00f6gler-Orgel verf\u00fcgt zwar \u00fcber keine Spielhilfen (Registerkombinationen, die per Knopfdruck abgerufen werden k\u00f6nnen), die \u00fcberschaubare Registeranzahl kann aber mit Hilfe einer Registrantin\/eines Registranten leicht bedient werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Textverfasser: MMag. Stefan Donner, 2022\/23 &#8211; Organist\/Pianist &#8211; <\/em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/3izQ0BDoWzY\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.stefandonner.org\" target=\"_blank\"><em>www.stefandonner.org<\/em><\/a><em> &#8211; <\/em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/ko1MdMtC39k\/dereferrer\/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fuser%2Fmystefan87\" target=\"_blank\"><em>https:\/\/www.youtube.com\/user\/mystefan87<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitalprojekt Sch\u00e4tze der Leopoldstadt 1 &#8211; K\u00f6gler-Orgel der Katholischen Kirche Am Tabor Bereits w\u00e4hrend der Kriegsjahre war eine Notkirche in der Rueppgasse in Verwendung, die zum Fest der Auferstehung Christ im Jahr 1935 eingeweiht wurde. 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